Verhandlungen auf der Achterbahn
Über 25 Jahre wurde am Mercosur-Freihandelsabkommen gearbeitet, ehe es die Europäische Union und die vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay am 17. Januar in der paraguayischen Hauptstadt Asunción unterzeichneten. Durch das Abkommen, das Bundeskanzler Friedrich Merz als einen „Meilenstein in der europäischen Handelspolitik“ feiert, würde eine der weltweit größten Freihandelszonen mit über 700 Millionen Einwohnern entstehen.
Doch von dem Partnerschaftsabkommen sind nicht alle begeistert. So forderte das Europäische Parlament nur wenige Tage nach dessen Unterzeichnung den Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf, zu prüfen, ob das Vertragswerk mit den grundlegenden EU-Verträgen vereinbar sei. Mit der Anrufung des EuGH ist die Ratifizierung des Abkommens im Europäischen Parlament erst einmal auf Eis gelegt. Experten sagen: Die Prüfung kann den Deal bis um zwei Jahre verlängern und sogar infrage stellen. Die Achterbahnfahrt geht also weiter.
Deutschland und Mercosur
Mehr als 7 Millionen Tonnen Güter wurden 2024 in den deutschen Seehäfen im Handel zwischen Deutschland und den vier Mercosur-Staaten umgeschlagen.
Der Containerumschlag mit diesen Ländern belief sich 2024 auf 286.000 TEU.
Deutschland hat 2024 Waren im Wert von 16 Milliarden Euro in die vier Mercosur-Länder exportiert.
Der Wert aller Importe von dort belief sich 2024 auf knapp 10 Milliarden Euro.
Die EU und Mercosur
Die Exporte der EU in die vier Mercosur-Länder beliefen sich 2024 auf rund 56 Milliarden Euro, während sie Waren im Wert von rund 57 Milliarden Euro importierte. Dazu gehörten:
Affinität zu Allianzen
Über 80 Prozent der Containerschiffskapazitäten werden von Schifffahrtsallianzen und von der Reederei MSC abgedeckt:
- MSC (Mediterranean Shipping Company) 20.6%
- Gemini Cooperation (Hapag-Lloyd, Maersk) 21.6%
- Ocean Alliance (CMA CGM, Cosco, Evergreen, OOCL) 28.4%
- Premier Alliance (ONE, HMM, Yang Ming) 11.5%
- Reedereien, die nicht in Allianzen operieren 17.9%
Die Gemini Cooperation auf einen Blick
– 2 Partner: Maersk und Hapag-Lloyd
– rund 340 Schiffe im Ost-West-Verkehr
– 3,7 Millionen TEU Kapazität
– 29 Shuttledienste
– 87 Häfen
– über 6.000 Port-to-Port-Kombinationen
Europäische Kooperation für Windenergie auf See
– 9,5 Milliarden Euro Investitionen in Produktionskapazitäten bis 2030
– die Schaffung von rund 91.000 neuen Arbeitsplätzen
– die Reduzierung der Stromgestehungskosten Offshore-Wind bis 2040 um 30 Prozent
Starker Schifffahrtsstandort
… machen Deutschland zur sechstgrößten Schifffahrtsnation der Welt …
… und zur Nummer drei in der Containerschifffahrt.




