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Magazin für Häfen, Schifffahrt und Logistik

Deutliches Plus nur bei Kreuzfahrten

01.02.2023
BREMEN/BREMERHAVEN. Aufgrund der weltweiten Konjunkturschwäche und der wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sind die Umschlagszahlen der bremischen Häfen in 2022 zurückgegangen. Auf Basis von Schätzungen der Senatorin für Wissenschaft und Häfen wird in Bremen und Bremerhaven im Jahr 2022 ein seeseitiger Güterumschlag von 64,5 Millionen Tonnen (minus 7,4 Prozent) erwartet. Der für 2022 prognostizierte Gesamtumschlag setzt sich zusammen aus dem Umschlag der Hafenanlagen in Bremen-Stadt mit 12,2 Millionen Tonnen (minus 5,4 Prozent) und Bremerhaven mit 52,4 Millionen Tonnen (minus 7,9 Prozent). Beim Automobilumschlag wird für 2022 mit einem Umschlag von 1,6 Millionen Fahrzeugen (minus 4,4 Prozent) gerechnet. Beim Massengutumschlag zeigen sich die Folgen des Krieges in besonderem Maße: Im Vergleich zu 2019 gingen die Zahlen in den ersten zehn Monaten 2022 im Handel mit Russland von 650.000 auf 101.000 Tonnen Kohle sowie von 914.000 auf 311.000 Tonnen Mineralöl zurück. Positiv entwickelte sich indes das Kreuzfahrtgeschäft in Bremerhaven. Die 110 Schiffsabfertigungen bedeuten ein Plus von 190 Prozent gegenüber dem noch sehr stark von der Coronapandemie geprägten Jahr 2021. Mit über 232.000 Passagieren wurde fast das Vor-Corona-Niveau erreicht. Dies bedeutet ein Plus von 346 Prozent gegenüber dem Jahr 2021. Die finalen Zahlen werden im März veröffentlicht.

Foto: bremenports

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