EMDEN. Mit den Ergebnissen der 14. Nationalen Maritimen Konferenz (NMK), die Ende April 2026 in Emden stattfand, waren viele Vertreter der maritimen Branche und der Hafenwirtschaft nur bedingt zufrieden. Zwar stand am Ende die Erkenntnis, dass die deutsche Politik die Bedeutung der Seehäfen als kritische Infrastrukturen erkannt hat, die erhofften Bekenntnisse zu einer generellen Neuausrichtung der Hafenfinanzierung durch den Bund blieben jedoch aus. Die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, die Fahrrinnenanpassungen von Ems und Weser voranzubringen, wurde als ein konkretes Signal in Richtung der Hafenwirtschaft bewertet. Ebenso wie die Diskussion darüber, dringende Sanierungsmaßnahmen in den Häfen über Projektfinanzierungen von Bund und Ländern abwickeln zu können. Dennoch zeigte sich der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) enttäuscht: Das erhoffte Aufbruchsignal beim zentralen Thema der Seehafenfinanzierung hat in der Rede des Bundeskanzlers leider gefehlt“, sagte ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger und sprach von einer „verpassten Chance“. Statt einer dringend notwendigen strukturellen Neuordnung sei faktisch „der Status quo zementiert“ worden.
Foto: Seaports of Niedersachsen









