HAMBURG. Moderates Wachstum für 2026, Vorkrisenniveau bis 2029 erreichbar – so lautet die Prognose des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) mit Blick auf die im April 2026 veröffentlichte „Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr“ durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). „Kurzfristig bremsen geopolitische Spannungen die Entwicklung deutlich, mittelfristig wird jedoch wieder mit einer Belebung gerechnet“, heißt es in der Presseinformation des Verbandes. Ergänzend führt ZDS-Hauptgeschäftsführer Dr. Florian Keisinger aus: „Die aktuellen Entwicklungen zeigen sehr deutlich, wie anfällig globale Lieferketten für geopolitische Schocks sind. Wenn zentrale Handelsrouten ausfallen oder umfahren werden müssen, hat das unmittelbare Auswirkungen auf Kosten, Laufzeiten und letztlich auf die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts.“ Trotz dieser Verwerfungen bleibe der Seeverkehr seiner Ansicht nach ein Wachstumsmarkt. „Die Nachfrage nach leistungsfähigen Häfen wird weiter steigen. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Weichen zu stellen: mit gezielten Investitionen in Infrastruktur, Resilienz und Hinterlandanbindungen“, so Keisinger.
Foto: Hapag-Lloyd









